Slow Food
   

Slow Fish, Green Fish!


22 Mar 13

Die wichtigste Eigenschaft der von Slow Food organsierten Veranstaltungen ist die Summe aller Bildungsaktivitäten mit Schulklassen und Kochkursen für die Erwachsenen, Gelegenheiten für Wein- und Essensverkostungen, Treffen mit Experten und Produzenten, musikalische Darbietungen und Theatervorstellungen, Events mit renommierten Chefköchen und vor allem der große Markt mit Duzenden von Produkten, vom frischen Fisch, den die ligurischen Fischer gerade entladen haben, bis hin zu Fischkonserven, von den Ölen bis zum Brot der Presidi, von Gewürzen bis hin zu aromatischen Kräutern. Es ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei! 

Es ist aber sehr schwierig für eine gute und faire Veranstaltung Ausstattungsmaterialien zu finden, die die Umwelt nur minimal belasten, die Essensverschwendung zu reduzieren und Abfälle zu regulieren.

Seit einigen Jahren organisiert Slow Food in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Design der Technischen Hochschule von Turin und der Universität der Gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo das Projekt Events mit geringer Umweltbelastung.  

Hier sind die von Slow Fish 2013 angewendeten Maßnahmen:

Wir benutzen umweltgerechte Teller, Becher und Besteck und kompostieren diese dann

Slow Fish sagt nein zu Plastik, zu Gunsten von umweltgerechten und kompostierbaren Materialien wie Geschirr und Einkaufstaschen. All dies war möglich dank der langen und nützlichen Zusammenarbeit mit Novamont und des Verständnisses der Aussteller, die diese Materialien innerhalb ihrer Ausstellungsplätze benutzen.

Mater-Bi®, der Kern des Zellstoffes und der Biokunststoff PLA kommen bei der organischen Mülltrennung zum Tragen und werden deshalb zur Produktion von Kompost wieder verwendet.

Wir trennen Müll, und du?

In Zusammenarbeit mit Amiu, Multiserviceagentur der urbanen Sauberkeit, wird bei Slow Fish Mülltrennung durchgeführt (Plastik, Papier, Glas und Dosen, Biomüll, Holz und Korken, Altöl und andere nicht trennbare Reststoffe) und auf drei Ebenen umgesetzt: die Mülltrennungsstellen für die Besucher; das System „Theke zu Theke“, durch welches man die schon getrennten Abfälle der einzelnen Aussteller einsammelt; die Sammlung der hauptsächlich organischen Materialien der Küchen und Bereiche in denen die Verkostungsproben zubereitet werden. Der getrennte Müll wird dann zum Recyclinghof transportiert. Amiu kontrolliert den kompletten Prozess und garantiert das Endresultat. 

Das zweite Leben des Stahls

Was kann man mit den Thunfisch- und Sardellendosen machen wenn sie erst mal geöffnet und von ihrem leckeren Inhalt geleert worden sind? Man kann der Fantasie hier freien Lauf lassen dank Ricrea, eine Genossenschaft, die sich um das Recycling und die Rückgewinnung von Verpackungen aus Stahl kümmert und diese sogar in Fahrräder, Bänke, Theken und viele andere nützliche Gegenstände verwandelt.

Für Slow Fish hat Ricrea aus recyceltem Stahl Marktausstattungen entworfen und produziert, die dem Projekt Tausend Gärten in Afrika der Slow Food Stiftung für Biologische Vielfalt zu gute kommen werden. 

Die Genossenschaft hat sowohl Theken für die Kassen der Aussteller als auch 10.000 Sparbüchsen hergestellt, die für die Tausend Gärten in Afrika vorgesehen sind. Auch durch nur ein wenig Kleingeld für die Kassen und Sparbüchsen wird man so zu einer Adoption eines neuen Gartens in einem der 25 teilnehmenden afrikanischen Länder beitragen können. Nicht nur bei Slow Food kann man sich an diesem Projekt beteiligen: Die Sparbüchsen werden in ganz Italien verteilt werden, in Osterien und auf den Märkten der Erde, in Vinotheken und Geschäften wo man sich als Mitglied der Organisation einschreiben kann und bei allen Events, die die italienischen Convivien von jetzt bis zum Salone del Gusto und Terra Madre 2014 organisieren werden.

Als Gast von Ricrea wird das önogastronomische Programm Decanter von Radio 2 auch über die Initiative berichten und live von der Slow Fish Bühne senden. 

Ricrea organisiert bei Slow Fish auch die Bildungsaktivitäten Das Meer erzählt.... über Männer, Boote, Fisch und Essen! für Grundschüler. In der Internationalen Bibliothek Edmondo De Amicis werden Lesungen, Erzählungen und Kostproben stattfinden, durchgeführt von den Hauptfiguren der Fischerei, um den Kleinen die Meeresprodukte, ihre Nährwerte und die Stahlbehälter in denen sie aufbewahrt werden näherzubringen.

Eine Auktion, um zu lernen, wie man recycelt 

Das Meer ist die Höhle, in die sich alle auf dem Festland verwahrlosten Gegenstände flüchten. Um das Publikum von Slow Fish auf das Thema Recycling und Wiederverwendung von Materialien aufmerksam zu machen, organisieren Amiu, Ricrea und Slow Food die Recyclingauktion, am Sonntag von 12 bis 17 Uhr, für im Meer gefundene Gegenstände, die Künstler aus Genua restauriert haben.

Der Erlös der Auktion wird an das Projekt Tausend Gärten in Afrika gehen.

Die Initiative hat ihren Ursprung in der Recyclingfabrik Amiu, wo Schränke und 

Nachttische aus Holz, Betten aus Schmiedeeisen, Couchen und Sessel, Bücher und Spielzeug gesammelt und wieder hergestellt werden. Diese können im Gegenzug für eine selbst gewählte Spende an Unicef von den Einwohnern der Stadt mitgenommen werden.

Umweltfreundliche Grafik und Kommunikation 

Wegweiser und Kommunikationsmaterialien werden auf FSC zertifiziertes Recyclingpapier gedruckt, produziert von Sabox durch das Recycling des Papiermülls einiger kampanischen Gemeinden. Für jede von Sabox produzierte Tonne Karton, spart man 1.250 kg COEmissionen, im Vergleich zur Verwendung von Naturfaser. Durch den Gebrauch von recycelter Pappe spart man zudem ungefähr 2.300 m2 Forex ein, ein aus ausgedehntem oder halb-ausgedehntem PVC bestehender Kunststoff.

Große Grafiken werden auf EverGreen Tücher gedruckt, bestehend aus einem Träger aus Polyester und aus einer auf Wasser basierenden Beschichtung. Die Tücher enthalten kein PVC, Formaldehyd, Phosphate oder glykolische Äther und ihre Benutzung verringert den PVC Gebrauch um 3.000 m2. Am Ende der Veranstaltung werden die Tücher in die schönen und nützlichen Taschen des Designs Slow Bag verarbeitet, entworfen von Sciolla Company und umgesetzt durch turinische Schneider. Die Taschen aus den recycelten Tüchern der Slow Food Events sind am Stand der Organisation erhältlich.

 

Slow Fish Press Office
Slow Food International: Paola Nano, +39 329 8321285 p.nano@slowfood.it
Regione Liguria: Mauro Boccaccio, +39 010 5485727 mauro.boccaccio@regione.liguria.it
Nuccia Cifarelli, +39 010 5488898 nuccia.cifarelli@regione.liguria.it