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Slow Fish in Aktion


Die junge Generation und der Fisch - eine Initiative von Bergen nach Afrika

Drei Studenten aus Norwegen, Ecuador und Italien, allesamt eingeschrieben an der Universität der Gastronomischen Wissenschaften, servierten dem Publikum beim Bergen Food Festival (5.-7. September) eine Fischsuppe aus Zutaten, die die Fischer der Kooperative „Fisk frå fjorden" (wörtlich Fisch vom Fjord) kurz vorher frisch gefangen hatten.

 

„Als wir die Einladung von Slow Food Bergen erhielten, an ihrem Stand am Bergen Food Festival teilzunehmen, haben wir beschlossen eine Fischsuppe zuzubereiten, wie sie früher in Bergen Brauch war, mit dem Fang des Tages, in diesem Fall Seelachs, Kabeljau, Lengfisch und Wittling", erklärt der vierundzwanzigjährige Martin Haaskjold Inderhaug aus Bergen, Organisator der Initiative.

 

„Wir wollten zeigen, dass Norwegen viele verschiedene Fischarten vorzuweisen hat, nicht nur Lachs aus Aquakultur, den man leider in allen Geschäften dieser Welt findet. Mit all den anderen Fischarten, die es hier bei uns gibt, kann man mit ganz einfachen Rezepten hervorragende traditionelle Gerichte zubereiten."

 

Bergen war schon immer eins der wichtigsten Zentren der traditionellen Fischerei in Norwegen, ebenso wie der Hauptabsatzmarkt für Fischprodukte aus den Fjorden. Die geltende Gesetzgebung legt jedoch fest, dass der Fisch an einem speziellen Ort an Land gebracht werden muss - im Falle der Fische vom Hardangerfjord in mehr als 100 km Entfernung -, bevor er an die Abnehmer geliefert werden kann. So bleibt der Fang des Tages in den Getrieben der Logistik des internationalen Fischmarktes hängen. „Für uns schien das Bergen Food Festival eine gute Gelegenheit, um Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken, die öffentliche Meinung zu sensibilisieren und dabei authentische Produkte zum Probieren anzubieten", erklärte Martin.

 

„Wir haben vor der Veranstaltung zwei Tage lang von morgens bis abends gekocht. Dabei haben wir nur lokale Zutaten aus biologischem Anbau verwendet, z.B. Gemüse aus der Schule für biologischen Landbau Finnegården in Voss und Fisch von der Kooperative Fisk frå Fjorden, zu der sich die letzten 15 Fischer des Hardangerfjords zusammengeschlossen haben", so David Boada Mendoza. Der fünfundzwanzigjährige Student aus Ecuador entschied sich nach seiner Kochausbildung in Frankreich, den Sommer in einer abgelegenen Kleinstadt in Nordnorwegen zu verbringen, um traditionelle Zubereitungsarten von Gerichten auf Basis von fermentiertem Fisch zu erlernen.


Die Fischer der Kooperative Fisk frå fjorden, die entlang einer Strecke von 160 Kilometern ab dem sich im Südwesten von Bergen öffnenden Fjord tätig sind, möchten, dass ihr Fisch auf die Tische der örtlichen Bevölkerung kommt. Ihr wichtigstes Anliegen ist es, die Geschichte des Fjordes und die Geschichte ihres Handwerks zu erzählen. Sie wollen, dass die Qualität ihrer Fische wertgeschätzt wird. Sie möchten gerechte Preise erzielen, damit alle die Möglichkeit haben, gutes, gesundes und faires Essen zu kaufen. Deshalb haben sie auch die Veranstaltung gesponsert und großzügig 50 kg Fisch zur Verfügung gestellt.


„Heutzutage findet man im Stadtzentrum von Bergen fast nur Fisch im Handel, der für exklusive Feinschmecker und Touristen bestimmt ist. Es ist kein Wunder, dass unsere Fischsuppe so ein großer Erfolg war", kommentiert die dritte im Bunde, Julia Verdorfer aus Norditalien. „Wir haben ungefähr 100 Liter Suppe verkauft, und viele kamen danach und sagten uns, dass das die beste Fischsuppe war, die sie je gegessen hätten. Es scheint unglaublich, aber sie haben uns gebeten, unser Rezept an die Restaurants der Stadt weiterzugeben!"


Die Initiative hat eine kleine Summe eingebracht, die dem Projekt der Tausend Gärten in Afrika gespendet wird, das Slow Food Bergen unterstützt. „Es wäre toll, wenn das gesammelte Geld einen Nutzgarten für eine örtliche Fischergemeinschaft finanzieren könnte. Das wäre eine großartige Gelegenheit, um eine Partnerschaft zwischen zwei Fischerdörfern aufzubauen, eines in Bergen, das andere in Afrika", schließt Martin mit einem Lächeln.

 

Lesen Sie hier ein Interview mit dem Gründer der Kooperative Fisk frå fjorden.

 

Hier können Sie mehr über die Tausend Gärten in Afrika erfahren.

 

 

 


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In diesem Bereich ehren wir alle Männer und Frauen aus unseren Netzwerken – Fischer, Aquafarmer, Köche, Verbraucher, Journalisten, Erzieher, ehrenamtliche Helfer, Mitglieder der Convivien und viele andere –, die mit ihren kleinen und großen Taten aktiv werden, um Fisch auf nachhaltige Art zu produzieren und zu konsumieren.

Wer uns seine Geschichte erzählen will, ist willkommen, bitte schreiben Sie an:: slowfish@slowfood.com

 

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